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E.G. White – Gedanken und Ratschläge zum Thema Weihnachten

Aktualisiert: 2. Juni 2020

Review and Herald vom 26. Dez.1882





Der Tag soll nicht übergangen werden

"Da der 25. Dezember gefeiert wird, um der Geburt Christi zu gedenken

und da die Kinder durch Gebot und Beispiel gelehrt worden sind, dass

dies tatsächlich ein Tag der Freude und des Frohsinns war, werdet ihr

schwerlich über diese Zeit einfach hinweggehen können, ohne ihr auf

irgendeine Weise Beachtung zu schenken. Dies kann sehr nutzbringend

getan werden.


Mit unseren jungen Leuten sollte man da sehr sorgfältig umgehen. Sie

sollten zu Weihnachten nicht sich selbst überlassen werden, was nur zu

leeren Vergnügungen und Zerstreuungen führt, die ihrem geistlichen

Leben abträglich sind. Eltern können das dahingehend lenken, dass sie

das Denken und die Geschenke der Kinder auf Gott, die Sache Gottes und

die Seelenrettung ziehen.

Anstatt den Wunsch nach Vergnügen tyrannisch zu ersticken, sollten

Eltern sorgfältige Anstrengungen unternehmen, hier kontrollierend und

richtunggebend zu lenken. Ihr Wunsch, Geschenke zu geben, kann in

reine und heilige Kanäle geleitet werden, die für unsere Mitmenschen

Gutes bedeuten. Unser Schatz wird so in das große, edle Werk

investiert, für das Christus auf diese Welt kam. Selbstverleugnung und

Selbstaufopferung kennzeichneten seine Handlungsweise. Dies sollte

auch unsere Handlungsweise kennzeichnen, die wir vorgeben, Jesus zu

lieben, denn auf ihn gründet sich unsere Hoffnung auf ewiges Leben.


Geschenke als Zeichen der Zuneigung

Schnell kommt wieder die Feiertagszeit mit ihren Geschenken, und alt

und jung denkt nun eifrig darüber nach, was man den Freunden als

Zeichen der Zuneigung geben könnte. Es ist schön, von Menschen, die

wir lieben, ein Geschenk zu erhalten, wie gering es auch sein mag. Es

versichert uns, dass man uns nicht vergessen hat und scheint das Band

um uns und unsere Freunde ein bisschen enger zu knüpfen...

Es ist gut, einander Zeichen der Liebe und der Erinnerung zu schenken,

wenn wir darüber nicht Gott vergessen, der unser bester Freund ist.

Wir sollten solche Geschenke auswählen, die für den, der sie bekommt,

auch wirklich nützlich sind. Ich würde hier solche Bücher empfehlen,

die eine Hilfe für das Verständnis des Wortes Gottes sind oder auch

unsere Liebe zu den Geboten der Schrift steigern. Schenke doch etwas

zum Lesen für diese langen Winterabende."


Und am 11. Dez. 1879 schrieb sie:

Die Welt verbringt diese Feiertage auf frivole und extravagante Weise

in Schlemmerei und Zerstreuung... Tausende von Dollars einfach nur

wegzuwerfen wäre nicht so schlimm wie das, wozu sie in der kommenden

Weihnachts- und Neujahrszeit verwendet werden - für nutzlose

Befriedigung der Sinne! Doch es ist unser Vorrecht, hier von den

Gebräuchen und Praktiken dieser degenerierten Zeit abzuweichen.

Anstatt unser Geld nur für die bloße Befriedigung der Esslust oder

nutzlosen Schmuck und Kleidung auszugeben, machen wir aus den

kommenden Feiertagen eine Gelegenheit, Gott zu ehren und zu verherrlichen.


„Sollen wir einen Weihnachtsbaum haben?”

Es würde Gott gut gefallen, wenn zu Weihnachten in jeder Gemeinde ein

Weihnachtsbaum stünde, auf den kleine und große Opfergaben aufgehängt würden

Wir erhalten Briefe, in denen die Frage gestellt wird: „Sollen wir

einen Weihnachtsbaum haben? Würde das nicht bedeuten, dass wir der

Welt gleich geworden sind?” Unsere Antwort ist: Du kannst es genauso

machen wie die Welt, wenn du dazu die Neigung hast; du kannst es aber

auch ganz anders als die Welt machen. Es ist nichts speziell

Sündhaftes daran, einen duftenden immergrünen Baum zu nehmen und in

unsere Gemeinden zu stellen. Die Sünde liegt im Motiv, das uns zu

dieser Handlung veranlasst, und in der Verwendung der Gaben, die an

diesem Baum aufgehängt werden. Der Baum mag so hoch und seine Äste so ausladend sein, wie es für die Gelegenheit am besten passt - doch soll er mit den goldenen und silbernen Früchten eurer Wohltätigkeit beladen werden, die ihr Gott

als eure Weihnachtsgabe darbringt. Heiligt eure Gaben durch Gebet.


Ein Baum mit Opfergaben ist keine Sünde

Eltern sollen nicht den Standpunkt einnehmen, dass ein immergrüner

Baum, der zur Freude der Kindersabbatschule in der Gemeinde

aufgestellt wird, eine Sünde sei, denn das kann zu einem großen Segen

gemacht werden. Haltet den Kindern wohltätige Ziele vor Augen. In

keinem Fall soll das bloße Vergnügen der Zweck solcher Versammlungen

sein. Es mag wohl einige geben, die solche Gelegenheiten zu

Augenblicken sorgloser Leichtfertigkeit machen, Leute, deren Geist den

göttlichen Einfluss nicht annehmen wird. Und doch werden diese Stunden

anderen wiederum in höchstem Maße wohl tun. Tragt dafür Sorge,

dass in die himmlischen Bücher eine Weihnachtsfeier eingetragen wird,

die man noch nie erlebt hat - wegen der Gaben, die zum Unterhalt des

Werkes Gottes und zur Aufrichtung seines Reiches gegeben werden.

(Review and Herald, 9. Dezember 1884)

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